Das Projekt

Wie entstand das Projekt?

„Mein Islam – Dein Islam“ ist das Produkt eines langen Prozesses. Es hat seinen Ursprung in Seminaren im Fach Islamische Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Studierende des Faches mussten immer wieder als Studienleistungen verschiedene Themen erarbeiten. Daraus entstand der Gedanke, dass man diese Ausarbeitungen einem breiteren Publikum zugängig machen sollte, anstatt sie in den Archiven der Hochschule verstauben zu lassen. Die Idee einer Webseite war geboren. Von der Idee bis zur Veröffentlichung der Webseite vergingen noch ein paar Jahre, doch schließlich konnten wir sie realisieren.

Wer steht hinter dem Projekt?

„Wir“ – das sind Lehrende und Studierende der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg aus dem Fach Islamische Religionspädagogik. Wir sind eine Gruppe von etwa 15 Personen mit sehr verschiedenen Hintergründen. Wir sind Männer und Frauen, ältere (über 40 Jahre) und jüngere (unter 20 Jahre), mit und ohne Migrationshintergrund, muslimisch und nicht-muslimisch. Diversität ist das, was uns auszeichnet. Für diese Diversität steht auch „Mein Islam – Dein Islam“. Wir vertreten nicht „den Islam“, sondern Islam, wie wir ihn verstehen, in seiner und unserer Vielfalt. Wir sind sehr stolz und legen großen Wert darauf, dass unsere Darstellungsweisen nicht dogmatisch sind und keiner bestimmten Denk- oder Glaubensrichtung verpflichtet sind. Wir versuchen, wertneutral zu bleiben und die Themen knapp, aber in der größtmöglichen Breite zu erörtern.

Was sind unsere Ziele?

Als Studierende und Dozierende an einer pädagogischen Hochschule stehen für uns natürlich pädagogische Gesichtspunkte im Vordergrund. Mit dieser Webseite versuchen wir zu erklären. Wir wollen ein wenig Klarheit schaffen im Dschungel der Informationen zum Islam. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die ausgewählten Themen kurz, verständlich und undogmatisch darzustellen. Wir wollen damit nicht belehrend sein, sondern das kritische Nachdenken fördern, indem wir die große Bandbreite der Interpretationen darlegen. Dennoch wird dadurch auch deutlich, vor allem für Nicht-Initiierte, wo die Grenzen der Interpretation liegen. Es soll aufgezeigt werden, wo Religion aufhört und wo kulturelle Traditionen anfangen. Denn sehr oft werden kulturelle Normen und Werte als „islamisch“ wahrgenommen, obwohl sie keine Basis in den religiösen Quellen haben.

Wie funktioniert die Webseite?

Durch Anklicken eines bestimmten Themas wird man zu einem kurzen Videoclip geführt, der von Studierenden eigenständig erstellt wurde. Darin wird die jeweilige Problematik oder Kontroverse kurz in Dialogform angerissen. Es wird eine Frage aufgeworfen, aber nicht beantwortet. Eine Antwort (oder mehrere) auf die Problematik versucht ein weiterführender Artikel zu geben. Dazu wurden vor allem islamische Primärquellen, d.h. der Koran und die Überlieferungen des Propheten Muhammad, herangezogen. Wem diese Darstellung noch nicht genügend Informationen bietet, der sei auf weiterführende Literatur am Ende des Artikels verwiesen.